Sonderabschreibung für Neubauten: 5 % degressive AfA und § 7b

Bauberater und Kunde im Gespräch mit Haus-Modell

Aktualisierung Oktober 2026: Der folgende Beitrag stammt aus dem September 2023 und beschreibt den damaligen Gesetzentwurf. Im endgültigen Wachstumschancengesetz (2024) wurde die degressive Abschreibung für neue Wohngebäude auf 5 % statt 6 % pro Jahr festgelegt. Sie gilt für vermietete Wohngebäude, mit deren Bau zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 30. September 2029 begonnen wird (oder die in diesem Zeitraum gekauft werden).

Zusätzlich gibt es die Sonderabschreibung nach § 7b EStG: bis zu 5 % pro Jahr in den ersten vier Jahren für neue Mietwohnungen, wenn der Bauantrag zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 30. September 2029 gestellt wurde. Voraussetzungen sind unter anderem der Effizienzhaus-40-Standard mit QNG-Siegel, Baukosten von höchstens 5.200 € je m² Wohnfläche und eine Vermietung über mindestens zehn Jahre. Gerne beraten wir Sie zur QNG-Zertifizierung. Für die steuerliche Gestaltung sprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Der Entwurf des Wachstumschancengesetzes hat eine wichtige Implikation für den Neubau von Immobilien, insbesondere für Wohngebäude. Geplant ist die Einführung einer zeitlich begrenzten degressiven Sonderabschreibung, die den Wohnungsneubau in Deutschland fördern soll.

Diese Sonder-Afa in Höhe von 6 Prozent wird für alle Wohngebäude gelten, deren Bau zwischen dem 30. September 2023 und dem 1. Oktober 2029 beginnt. Dies bedeutet, dass Investoren und Bauherren, die in diesem Zeitraum mit dem Bau von Wohnimmobilien beginnen, von dieser steuerlichen Vergünstigung profitieren können.

Die Einführung dieser Sonderabschreibung hat mehrere wichtige Auswirkungen auf den Neubau von Immobilien:

  1. Finanzielle Anreize: Die degressive Sonderabschreibung ermöglicht eine schnellere steuerliche Abschreibung der Investitionskosten, was die Refinanzierung von Wohnungsbauprojekten erleichtert. Dies kann dazu beitragen, die Kostenbelastung für Investoren zu reduzieren.

  2. Investitionsanreize: Die Sonderabschreibung schafft zusätzliche Anreize für Investoren, in den Bau von Wohnimmobilien zu investieren. Dies kann zu einer verstärkten Bautätigkeit führen und letztendlich zu einem Anstieg des Wohnungsangebots beitragen.

  3. Wirtschaftliche Stabilisierung: Die Förderung des Wohnungsneubaus kann zur Stabilisierung der Bauwirtschaft beitragen, indem sie neue Bauprojekte anregt und Arbeitsplätze schafft.

  4. Zeitliche Begrenzung: Es ist wichtig zu beachten, dass diese steuerliche Vergünstigung zeitlich begrenzt ist und nur für Bauprojekte gilt, die innerhalb des genannten Zeitraums beginnen. Bauherren und Investoren sollten daher die Fristen genau im Auge behalten.

Die Einführung dieser Sonderabschreibung kann dazu beitragen, den Neubau von Wohnimmobilien in Deutschland anzukurbeln und den Wohnungsbestand zu erweitern. Dies kann sowohl für Immobilienentwickler als auch für potenzielle Käufer oder Mieter von Neubauten von Interesse sein. Es ist jedoch ratsam, die neuesten Entwicklungen und Details des Gesetzesentwurfs zu verfolgen und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen, um die Auswirkungen auf konkrete Bauprojekte besser zu verstehen.

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